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"Mit den „Scena di Berenice“, einer Kantate für Sopran und Orchester, folgte vor der Pause der überwältigende Höhepunkt dieses Abends. Die jeweils zwei Rezitative und Arien mit Texten aus Pietro Metastasios „Antigone“ sind eigentlich mehr konzertante Oper als Kantate, und so verstand es auch die italienische Sopranistin Rafaella Milanesi, die vom ersten Ton an das Publikum in Faszination erstarren ließ. Die opernerfahrene Sopranistin sang ihren Text nicht nur, sondern füllte ihn mimisch und gestisch aus. Nach dem fulminanten und Luft zerschneidenden Forte-Aufschrei der Berenice in der zweiten Arie, der trotz aller Schärfe glasklar und stimmlich perfekt den Raum erfüllte, ertönten laute „Bravo“-Rufe und lang anhaltender Beifall durch das Treppenhaus, wie man es schon lange nicht mehr erlebt hatte." Jan Rossbach, Kölner Stadtanzeiger, 17. August 2008
"(...) Haydn hatte das Werk der Sängerin Brigida Banti auf den Leib geschrieben, die - Haydns eigenem Bericht von der Uraufführung zufolge - wohl eher dürftig gesungen hat. Davon konnte bei Raffaella Milanesi allerdings keine Rede sein. Die italienische Sängerin, die in Brühl den Solopart übernommen hatte, schöpfte das dramatische Potenzial der Szene mit ihrer wohltönenden Stimme voll aus und zeigte ein feines Gespür für eine affektgeladene Interpretation bei gleichzeitiger makelloser Stimmtechnik (...)" Guido Krawinkel, general Anzeiger, 18. August 2008
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